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Er steigt als Schweizer Söldner in den Ring: Chervets Psycho-Trick für den WM-Traum

Der Berner Profi-Boxer Alain Chervet geht aufs Ganze: In Polen kämpft er gegen Lokalmatador Przemyslaw Runowski. Und hofft, damit seinem Traum vom WM-Kampf näher zu kommen.

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Es ist der wichtigste Kampf seiner Karriere. Alain Chervet (26) geht am Samstag gegen den Polen Przemyslaw Runowski (23) gleich doppelt ein Wagnis ein: In Posen wagt er sich zum ersten Mal im Ausland in den Ring.

Und der Berner wechselt gleich auch noch die Gewichtsklasse: War der Neffe von Box-Legende Fritzli Chervet bisher als Super-Leichtgewicht unterwegs, kämpft er gegen Runowski (14 Kämpfe, 14 Siege, 2 K.o.) eine Gewichtsklasse höher im Weltergewicht.

«Manchmal muss man etwas riskieren», sagt der in 13 Kämpfen (11 Siege, 2 Unentschieden) unbesiegte Chervet zu BLICK. «Wenn ich ihn schlage, rutsche ich in der Weltrangliste ein gutes Stück nach vorne.» Das muss er, will er bald um einen Titel kämpfen.

Weil besondere Fights besondere Massnahmen erfordern, schlägt Chervet nicht nur beim Essen («Ich musste mich richtig zum essen zwingen, um auf die 66 Kilo zu kommen») besonders zu.

Er greift auch zu einem Psycho-Trick: Um in der fremden Arena von Posen zu bestehen, hat er sich bei seinem Mentaltrainer unter Hypnose setzen und in einen Reisläufer versetzen lassen – einen der Schweizer Söldner, die zwischen dem 15. bis 19. Jahrhundert für fremde Mächte in den Krieg zogen. «Damit kann ich mich identifizieren. Die waren in ganz Europa gefürchtet», sagt er. «Auch ich bin auf mich alleine gestellt, an vorderster Front in feindlicher Umgebung kämpfe ich bis zuletzt.»

Mit seinem Mentaltrainer hat er sich auf den grossen Tag vorbereitet. «Wir sind jeden Schritt der Reise und des Kampfes durchgegangen. Der Söldner ist ein Teil davon.»

Der IBF-Jugend-Super-Leichtgewicht-Titelhalter hat seinen Gegner studiert. Mut macht ihm die tiefe K.o.-Quote Runowskis. «Er hat Probleme, wenn man ihn bedrängt, wenn man Druck macht», sagt Chervet. «Das will ich nützen.»

Und auch wenn der Ausflug nach Polen im Ring nicht erfolgreich sein sollte, wäre das kein Beinbruch, glaubt Chervets Manager Oliver Dütschler. «Wenn er verliert, aber einen guten Kampf zeigt, ist er weiterhin interessant für hochklassige Duelle. Irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem man zeigen muss, was man drauf hat.»

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