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Für 17'000 km brauchte er ein Jahr: Vater von Freestyler Gasser fuhr mit dem Velo nach Südkorea!

Von Olten nach Pyeongchang – mit dem Velo. Guido Huwiler durchquerte in einem Jahr 20 Länder, um seinen Sohn Mischa Gasser an Olympia zu sehen.

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An den Spielen in Pyeongchang nehmen 2952 Athleten teil – aber nur einer von ihnen hat einen Vater, der mit dem Velo zum Daumendrücken anreiste! Guido Huwiler (55), der Papa von Ski-Freestyler Mischa Gasser, ist mit Ehefrau Rita in einem Jahr aus der Schweiz nach Südkorea geradelt.

Am 2. Februar 2017 gings in Olten los. Rund 17000 Velo-Kilometer danach ist das Duo im Olympia-Ort angekommen, wo Gasser am Samstag die Aerials-Quali bestreitet.

Nach einem Jahr nur mit Telefon- oder Whatsapp-Kontakt treffen sich Vater und Sohn wieder in Pyeongchang. Der Papa sagt: «Das müssen wir jetzt erst mal setzen lassen. Ich bin berührt, dass es auch Mischa hierhergeschafft hat, nachdem er jahrelang davon geträumt hat.»

Gasser hat sein Olympia-Ticket erst in letzter Minute gelöst. Der Freestyler sagt: «Ein super Gefühl, meinen Vater hier zu sehen. Es war ein harter Weg für ihn, aber auch für mich. Bis vor zweieinhalb Wochen war noch nicht sicher, dass ich herkommen kann.»

Velo-Reise als Motivation und Druck

Gasser gibt zu: «Seine Reise war für mich eine Motivation. Aber es war auch Druck zu wissen, dass mein Vater mit seiner Frau herfährt und meine Mutter mit ihrem Freund herfliegt. Ich wollte mir nicht vorstellen, dass sie alle hier sind und ich zu Hause sitze!»

Die Huwilers haben in einem Jahr 20 Länder durchquert, alles säuberlich in ihrem Reiseblog ausgebuext.com dokumentiert: Schweiz, Italien, Kroatien, Montenegro, Kosovo, Serbien, Bulgarien, Türkei, Georgien, Armenien, Iran, Aserbaidschan, Usbekistan, Tadschikistan, Kirgistan, Kasachstan, Thailand, Laos, Kambodscha und Südkorea.

Die Flugzeug-Transfers aus Kasachstan nach Thailand und aus Südostasien nach Korea waren nicht geplant. Huwiler: «In Astana hatten wir auf der chinesischen Botschaft alle Papiere fürs Visum bereit, aber ich hätte für die Einreise nach China meinen Bart abrasieren sollen. Da flogen wir lieber ein paar Tage an die Wärme.»

Der frühere Architekt hat schon viele Velo-Abenteuer unternommen. An einem normalen Tag werden rund 100 km geradelt. Teilweise auf Offroad-Strassen, durch endlose Weiten, über riesige Pässe, mit vielen eindrücklichen Begegnungen mit Einheimischen. Geschlafen wird im Zelt oder in Hotels. Huwiler: «Einige halten mich für einen Spinner. Aber die meisten Leute finden es geil, was ich mache.»

Ganz egal, wie sein Sohn abschneidet. Gassers Vater und seine Rita haben die Gold-Medaille für die unglaublichste Anreise schon auf sicher.

Olympia-Ticker

Seit dem 09. Februar laufen die 23. Olympischen Winterspiele in Pyeongchang. Alle Highlights und aktuellen Sportnews aus Südkorea gibts immer im Ticker.

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