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Fussball-Profi ausser Rand und Band: Die dicke Akte des Joey Barton

Joey Barton gehört zu den unbeliebtesten Fussballern Europas. Der 34-Jährige ähnelt einem Vulkan, bei dem man nie weiss, wann er wieder explodiert.

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«Badboy» Joey Barton ist kein Kind von Traurigkeit. Reuters

Beim FC Everton das Fussballspielen gelernt, musste Joey Barton die Jugend der «Toffees» nach sechs Jahren verlassen. Er war den Scouts zu klein und nicht gut genug. Für den damals 14-Jährigen brach eine Welt zusammen.

Vier Jahre später stand er kurz vor seinem Profi-Debüt bei seinem neuen Klub, Manchester City. Doch statt eingewechselt zu werden, schmorte der englische Mittelfeldspieler das ganze Spiel auf der Bank – er hatte sein Trikot auf der Auswechselbank nicht mehr gefunden und musste danach ganze sechs weitere Monate auf sein Debüt warten.

Vielleicht (aber nur vielleicht!) sind diese Rückschläge Mitgründe für die zahlreichen Aussetzer und Eskapaden in der Akte des Joey Barton:

1. Massenschlägerei im Freundschaftsspiel

In einem Freundschaftsspiel gegen die Doncaster Rovers am 22. November 2004 zettelt der damalige Manchester-City-Spieler eine Massenschlägerei an, die zehn Minuten andauert.

2. Zigarre aufs Auge gedrückt

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Auf der Weihnachtsfeier – einen Monat später – drückt der Fussball-Rüpel einem Jugendspieler eine brennende Zigarre aufs Auge, weil dieser versucht hatte, Bartons Weihnachtskostüm anzuzünden. Vom Klub werden ihm dafür sechs Wochengehälter (rund 200'000 Euro) gestrichen.

3. Fan-Attacke und Fingerbiss

Nur ein halbes Jahr später wird Barton von einem Turnier in Thailand nach Hause geschickt, nachdem er einen 15 Jahre alten Everton-Fan,der ihn provoziert hat, attackierte. Als ihn Teamkollege Richard Dunne zurückhalten will, beisst Barton dem irischen Verteidiger in den Finger.

4. Mitspieler krankenhausreif geschlagen

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Es ist die letzte Eskapade im Dienst von Manchester City: Im Mai 2007 gerät Barton mit Ousmane Dabo aneinander, schlägt seinen Mitspieler so heftig zusammen, dass dieser ins Krankenhaus geliefert werden muss und entgeht nur knapp dem Gefängnis. Für die «Citizens» ist er nach dieser Aktion nicht mehr tragbar und wird zu Newcastle United transferiert.

5. Harte Gangart im Derby

Bei seinem neuen Klub hinterlässt Barton im Derby gegen Sunderland einen ersten Eindruck, als er sich von der harten Gangart anstecken lässt und ein Brutalo-Foul begeht. Gegenspieler und sogar die Medien fordern eine längere Suspendierung des Spielers.

 

6. 74 Tage im Knast

Dazu kommt es nicht. Stattdessen geht er am Stephanstag auf Sauftour und gerät in einen heftigen Streit. Überwachunsgkameras zeigen, wie Barton erst einen Mann zu Boden schlägt und dann wild auf diesen einschlägt. Die brutale Tat hat Folgen: Barton muss für sechs Monate ins Gefängnis. Nach 74 Tagen darf er allerdings wieder raus. Es wird ruhig um seine Person.

 

7. Faustschlag nach Rempler

Im November 2010 melden sich Bartons Agressionsprobleme zurück: Während eines Ligaspiels wird er von Blackburns Morten Gamst Pedersen angerempelt. Er revanchiert sich mit einem knallharten Faustschlag in die Rippen und wird anschliessend für drei Spiele gesperrt.

 

8. «Was erwarten die Leute von mir?»

Ein Jahr später macht der damalige Arsenal-Stürmer Gervinho Bekanntschaft mit Englands «Enfant terrible». Als er im Strafraum etwas zu sehr abhebt, hilft ihm Barton recht unsanft auf die Beine und gibt ihm noch ein paar freundliche Worte mit, ehe sich dieser zu einer Tätlichkeit hinreissen lässt und Barton einen Schlag verpasst. Barton geht zu Boden, Gervinho fliegt mit Rot vom Platz. Als Barton nach dem Spiel Schauspielerei vorgeworfen wird, antwortet er: «Was erwarten die Leute von mir, dass ich dastehe und mich mit Gervinho prügle?».

(ab 0:24)

9. Stress mit dem Ex

Nach vier Jahren Newcastle wechselt Barton zu den Queens Park Rangers. Im letzten Spiel der Saison 2011/12 fällt er erneut negativ auf, als er nach einer Tätlichkeit gegen City-Stürmer Carlos Tevez vom Platz fliegt. Danach verliert er komplett die Fassung. Im Gerangel verpasst er zuerst Sergio Agüero, einem anderen City-Stürmer, einen Kniestoss, dann folgt ein versuchter Kopfstoss gegen City-Kapitän Vincent Kompany. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn sich Mario Balotelli dazugesellt hätte.

 

10. Rencontre mit Ibra

Auch Bartons Intermezzo beim französischen Erstligisten Olympique Marseille (2012 - 2013) hat es in sich: Auf Twitter beschimpft er seinen Gegenspieler Thiago Silva als «übergewichtigen Ladyboy» - und wird dafür für zwei Spiele gesperrt. Auch Silvas damaliger Teamkollege, Zlatan Ibrahimovic, bekommt sein Fett weg. Während eines Spiels zwischen PSG und Marseille macht sich Barton über die Nase des schwedischen Fussballers lustig.

 

Im vergangenen Sommer wechselte Barton vom FC Burnley zu den Glasgow Rangers. Der Teamkollege von Philippe Senderos hatte ursprünglich bis 2018 unterschrieben, doch der schottische Traditionsverein setzte ihn bereits im November vor die Tür. Er hatte sich verbal mit Mitspieler und Trainer angelegt. Im neuen Jahr heuert Barton wieder bei Burnley an. Wie lange er sich da wohl im Griff hat?

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