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«Nigger raus», Bananen und Affengeräusche: 6 prominente Opfer von Rassismus im Fussball

Rassismus wird zwar aktiv bekämpft - ist jedoch noch lange nicht aus Europas Stadien verschwunden.

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Rassismus - eine Ideologie von Menschen, die die verschiedenen Rassen als grundsätzlichen und bestimmenden Faktor menschlicher Fähigkeiten und Eigenschaften deutet und sich herausnimmt, diese nach Wertigkeit einzuteilen. Wer denkt, Rassismus gehöre der Vergangenheit an, irrt sich. In Europas Fussballstadien ist er noch lange nicht verschwunden und - obwohl massiv dagegen angekämpft wird - kommt es sogar in den Top-Ligen immer wieder zu unschönen Zwischenfällen.

1. Samuel Eto'o

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youtube.com

Im Februar des Jahres 2006 wurde Samuel Eto'o beim Spiel Saragossa-Barcelona bereits zum zweiten Mal mit Affengeräuschen beleidigt. Als der Schiedsrichter eine Stadiondurchsage erzwang, verfehlte diese ihre Wirkung und das Gekreische nahm sogar noch zu. Eto'o war ausser sich und wollte nicht weiterspielen, doch durch gutes Zureden blieb er schlussendlich auf dem Platz. Saragossa kam mit einer lächerlich geringen Strafe von 600 Euro davon.

2. Der Fall Ogungbure

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kicker.de

Ebenfalls 2006 sorgte der für den FC Sachsen Leipzig spielende Adebowale Ogungbure für Aufsehen. Nachdem er über 90 Minuten ständig als «Affe, Bimbo, Nigger» beschimpft wurde, verlor er seine Nerven und setzte zum Hitlergruss an. Seine Botschaft: ihr seid Nazis. Nach Abpfiff wurde er zudem noch von «Fans» des Halleschen FC bespuckt und geschlagen, während es von der Haupttribüne «Nigger raus» schallte. Auch hier kam der Verein mit einer lächerlichen Strafe von 600 Euro davon. Zudem wurde wegen des Hitlergrusses einige Zeit lang gegen Ogungbure ermittelt. Das Verfahren wurde eingestellt, als herauskam, was wirklich geschehen war.

3. Gerald Asamoah

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weltfussball.de

Während eines Pokalspiels des FC Schalke 04 beim FC Hansa Rostock II kam es ebenfalls zu unschönen Zwischenfällen. Nachdem der dunkelhäutige deutsche Nationalspieler Gerald Asamoah ein Tor schoss, ging es los: Affengekreische aus dem Rostocker Fanblock. Trainer Mirko Slomka bot seinem Angreifer an, in der Halbzeit in der Kabine bleiben zu können. Dieser lehnte jedoch ab, spielte weiter und war insgesamt an sieben Toren beteiligt. Aufgrund der Vorfälle wurde der FC Hansa Rostock II zu einer Geldstrafe von 20'000 Euro und einem Geisterspiel verdonnert.

4. Luis Suarez

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kicker.de

Während des Ligaspiels Liverpool-Manchester United am 15. Oktober 2011 soll Luis Suarez seinen dunkelhäutigen Gegenspieler Patrice Evra «mindestens zehnmal» mit Bezug auf dessen Hautfarbe beleidigt haben. Die Kommission der FA (englischer Fussballverband) verurteilte den heutigen Barca-Stürmer damals zu einer Geldstrafe von ca. 50'000 Franken und acht Spielsperren. Doch damit nicht genug: der Uruguayer sorgte nur ein Jahr später für einen neuen Eklat, als er Evra vor dem Spiel den obligatorischen Händedruck verweigerte. United-Verteidiger Rio Ferdinand sah dies und verweigerte Suarez im Gegenzug ebenfalls den Handschlag. Ein Nachspiel hatte diese unschöne Geste jedoch nicht.

5. Kevin-Prince Boateng

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Taddlr

Als der AC Mailand Anfang 2013 zu einem Freundschaftsspiel gegen einen Viertligisten antrat, ereigneten sich unschöne Szenen. Im Spiel gegen Pro Patria wurde der ghanaisch-deutsche Doppelbürger Kevin Prince Boateng so lange rassistisch beleidigt, bis er mitten im Spiel sein T-Shirt auszog, den Ball wegkickte und vom Feld ging. Seine Teamkollegen folgten ihm und das Spiel wurde abgebrochen. Die UNO lud Boateng im März 2013 nach Genf ein, um über «Rassismus und Sport» zu berichten, wo er einen Vortrag hielt.

6. Dani Alves

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youtube.com

Barcelona-Verteidiger Dani Alves reagierte auf rassistische Anspielungen besonders cool: als bei einem Eckball eine Banane vor seine Füsse flog - angelehnt an seine dunklere Hautfarbe - hob er sie schlichtweg auf und ass sie. Im Nachhinein zeigte er Humor und twitterte: «Ich weiss nicht, wer die Banane geworfen hat, aber ich möchte ihm danken. Er schenkte mir Energie für zwei weitere Ecken, die zu einem Tor führten». Für diese Aktion erhielt der Brasilianer viel Lob und blieb seither von Bananewürfen verschont.

 

Nicht nur Rassismus, auch Gewalt ist im Fussball ein weitverbreitetes Problem. Joey Barton beispielsweise hat sich nicht immer unter Kontrolle.

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