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Schwerer Schlag für Schweizer Olympia-Kandidatur: Nationalrat will nationale Volksabstimmung für «Sion 2026»!

Der Nationalrat hat gesprochen. Will sich Sion für die Durchführung der Olympischen Winterspiele 2026 bewerben, soll das Volk in einer nationalen Abstimmung zuerst «Ja» sagen.

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Finden Sie es richtig, dass das Volk über «Sion 2026» abstimmt?»

Für die Befürworter einer Olympia-Kandidatur 2026 im Wallis kommts knüppeldick.

Heute Morgen nämlich wird im Nationalrat eine Motion gut geheissen, die besagt, dass eine Bewerbung für die Spiele 2026 vors nationale Stimmvolk muss. Das Ergebnis fällt äusserst knapp aus. 92 Parlamentarier begrüssen den Vorstoss, 87 lehnen ihn ab, 7 haben sich einer Stimme enthalten.

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Der Bundesrat wollte ursprünglich nur den Kanton Wallis darüber abstimmen lassen, jetzt muss – geht es nach dem Nationalrat – erst die gesamte Schweizer Bevölkerung einer Kandidatur zustimmen.

Wie geht es mit «Sion 2026» nun weiter?

Ganz fix ist das Ganze noch nicht. Denn: Bevor die Motion definitiv vors nationale Stimmvolk kommt, muss der Ständerat ebenfalls noch zustimmen. Dies wird erst in der anstehenden Sommersession geschehen. Bedeutet für alle Befürworter von «Sion 2026»: Letzte Hoffnung Ständerat!

Kippt dieser die Motion, muss lediglich das Wallis «Ja» sagen. Diese Abstimmung wird am 10. Juni 2018 durchgeführt.

 

Heisst im Sommer auch der Ständerat die Motion gut, kommt die Vorlage vors nationale Stimmvolk. Schon jetzt ist klar: Eine nationale Abstimmung wäre wohl nur schwierig zu gewinnen.

Zudem rennt «Sion 2026» dann die Zeit davon. Das IOC will alle Bewerbungen für Olympia 2026 im Januar 2019 vorliegen haben. In der Schweiz könnte gemäss der rechtlichen Statuten (dreimonatige Referendumsfrist nach einem Parlamentsentscheid) frühestens im Februar 2019 darüber abgestimmt werden.

SP-Nationalrätin Silva Semadeni, die die Motion lanciert hat, meint dazu: «Der Zeitplan darf keine Ausrede für eine Mitsprache des Volkes sein. Notfalls kann man das Dossier bis Januar beim IOC einreichen – und es bei einem allfälligen Nein immer noch zurückziehen.»

Andernfalls müsste die Bewerbungsfrist für «Sion 2026» vom IOC verlängert werden. Ob dieses dazu gewillt ist, steht in den Sternen.

Einig sind sich die Experten, dass eine Schweizer Kandidatur beim IOC echte Chancen hätte. Mögliche Gegner für die Spiele 2026 wären Graz/Schladming, Calgary oder Sapporo. (rab/sme)

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