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ZSC verabschiedet Ikone Mathias Seger: «Segi, Du bist Züri!»

1167 NL-Spiele, 6 Meistertitel, 16 WM-Teilnahmen, 305 Länderspiele, Captain beim WM-Silber von 2013 – die ZSC Lions verabschiedeten den Mann der Rekorde Mathias Seger.

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Seine Karriere hatte Ende April in der Finalissima in Lugano passend mit seinem sechsten Meistertitel geendet. Auf dem Eis hatte Mathias Seger keine grosse Rolle mehr gespielt und durfte im letzten Spiel erst ran, als nichts mehr anbrennen konnte. Doch wie wichtig er als Figur für die ZSC Lions immer noch war, zeigte sich danach, als sich seine Teamkollegen zum Feiern Seger-Masken übers Gesicht zogen.

Gestern vor dem Gigantenduell gegen den SC Bern (1:2 n.V.) wurde Seger dann offiziell und mit einer rührenden Feier verabschiedet, sein Trikot mit der Nummer 15 unter das Dach des ausverkauften Hallenstadions gezogen. Diese Ehre war davor erst Goalie Ari Sulander widerfahren. Und der Finne war einer von gegen 80 Gästen und alten Weggefährten, darunter NHL-Legende und Ex-ZSC-Captain Mark Streit, die gekommen waren, um Seger würdig zu verabschieden. Er fühle sich wie bei einem Klassentreffen, sagte Seger später.

«Das Herz ist der grösste Muskel»

Präsident Walter Frey liess es sich nicht nehmen, die «ZSC-Ikone», wie er Seger nannte, persönlich zu verabschieden. Der Autoimporteur würdigte neben den Erfolgen vor allem auch den Charakter des Ostschweizers und sagte wuchtig: «Segi, Du bist Züri!»

Seger stand mit seiner Frau Nina und seinen beiden Töchtern da und war sichtlich bewegt vom Aufmarsch der alten Kumpanen auf dem roten Teppich und der Unterstützung der Fans, die alle weisse Trikots mit seinem Konterfei trugen, eine Choreo gemacht oder eine Banderole mit dem Satz «Das Herz ist der grösste Muskel» aufgehängt hatten.   

«So nervös war ich noch nie»

«Ja, ich bin überwältigt», sagte der Gefeierte. «Ich habe jahrelang gespielt. Doch so nervös wie diesmal war ich noch nie.» Sein Dank ging speziell an den loyalen Präsidenten, der 2017 seinen Vertrag über den Kopf der sportlichen Führung hinweg noch einmal um ein Jahr verlängert hatte, die Teamkollegen, seine Familie, die Fans und an Doc Gerry Büsser, «dass er mich immer wieder zusammengeflickt hat.»

Nach dem Spiel ging die Feier weiter. Ein Seger-Film wurde gezeigt, Sulander, Segers Ex-WG-Partner, der ehemalige Sportchef Edgar Salis, oder Ex-Lions-Captain Claudio Micheli sprachen über Seger.

Und wenn man dem witzigen Video, das seine Ex-Teamkollegen in den letzten Tagen zum Abschied zusammen gestellt hatten, glaubt, gehört das Feiern immer noch zu den Stärken Segers.

Wie es weiter gehen soll, weiss Seger, der eine dreimonatige Reise durch Australien mit seiner Familie im Wohnmobil hinter sich hat, noch nicht. Er wolle zuerst eine Auszeit nehmen, die Zeit geniessen und Abstand gewinnen. Doch dem Eishockey dürfte er verbunden bleiben. Bereits nächste Woche steht ein Trainerkurs an.

 

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