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Coiffeur Simone (23) hat sein Hobby zum Beruf gemacht

Heute stellen wir euch in unserem Format «Von jung auf 100» Simone Rigliaco aus Zürich vor. Der 23-Jährige arbeitet als Top-Stylist und hat schon diverse Auszeichnungen erhalten.

«Von jung auf 100»: Simone Rigliaco

🔊💯 «Von jung auf 100» – Von der Berufslehre in der Innerschweiz bis zur London Fashion Week: Wenn die Leidenschaft zum Beruf wird!·Zu Beginn waren nicht alle von seinem Talent überzeugt – doch der 23-jährige Simone Rigliaco gab nicht auf und bewies das Gegenteil. Heute misst er sich an internationalen Coiffeur Wettkämpfen mit der Spitze der Welt.

Gepostet von Blick am Abend am Freitag, 8. Februar 2019

Schon als kleiner Junge wollte Simone Rigliaco Coiffeur werden. «Ich habe schon immer gern Menschen verschönert», erzählt er im Interview mit Blick am Abend. Darum entschied er sich mit 15 Jahren für eine Ausbildung als Friseur. «Als Mann sticht man in dem Job schon heraus», verrät er. «Aber heutzutage wird der Beruf mehr und mehr gender-neutral.» Mittlerweile gehört er zu den besten Stylisten der Schweiz und arbeitet in einem Salon in Zürich.

Vom Lehrling zum Top-Stylisten

Zu Beginn seiner Karriere waren nicht alle von seinem Talent überzeugt. «Als ich meine Lehre begann, gab es Leute, die fanden, dass Coiffeur nicht der richtige Beruf für mich ist», so der 23-Jährige. «Aber davon darf man sich nicht unterkriegen lassen.» Und das hat er auch nicht. In den letzten Jahren bewies Simone, dass er sehr wohl den richtigen Beruf gewählt hat. Sein Talent als Stylist durfte er unter anderem an internationalen Wettbewerben, der Fashion-Week in London, der Energy Fashion Night und dem Elite Model Look unter Beweis stellen.

Simone Rigliaco 2018 an der Coiffeur-Olympiade in Toronto (Kanada). ZVG

Neun Monate Vorbereitung für eine Frisur

Letztes Jahr mass sich der gebürtige Luzerner an der Coiffeur-Olympiade in Toronto mit der Spitze der Welt. Simone schaffte es auf Platz 12 von 35. Bereits zwei Jahre zuvor durfte er die Schweiz an der Weltmeisterschaft in Stockholm vertreten.

Simone braucht die Herausforderung. «Ich war schon immer ein sehr motivierter Mensch, das hat mich dazu gebracht, an Wettbewerben teilzunehmen», erzählt er. «Ausserdem holt mich das aus dem Coiffeuren-Alltag heraus. An Wettkämpfen kann ich meine Kreativität vollständig entfalten.» Neun Monate Vorbereitung braucht eine einzige Frisur, die dann an dem Wettbewerb präsentiert wird.

Mit dieser Frisur holte Simone den 12. Platz in Toronto. ZVG

Social Media als wichtige Plattform für den Austausch mit Kunden

Am meisten liebt Simone an seinem Job den Umgang mit verschiedenen Leuten und Charakteren. Nicht nur im echten Leben, auch auf Instagram spielt der Austausch eine wichtige Rolle. «Auf Social Media kann man sich einen Namen machen und sein Gesicht zeigen.» Das sei besonders in seinem Beruf wichtig. Man müsse aus der Masse herausstechen. «Die Leute müssen sehen, dass du da bist und für deine Leidenschaft brennst.»

In unserem Video-Format «Von jung auf 100» stellen wir regelmässig junge Menschen vor, die etwas Besonderes machen. Hast du auch eine Geschichte, die du gerne erzählen möchtest? Dann melde dich per Mail mit dem Betreff «Von jung auf 100» an bettina.widmer@ringier.ch

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Bettina hat Journalismus studiert und leitet das Online-Team von Blick am Abend. Sie mag Tiere, Literatur und TV-Serien.

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