Trending

Leo (24) hält 60 Kakerlaken als Haustiere

Andere tun alles, um Kakerlaken loszuwerden. Der Zürcher Leo Bauer (24) füttert und streichelt sie.

Leo Bauer (24) hat Kakerlaken als Haustiere

🇨🇭😱 Andere tun alles, um Kakerlaken loszuwerden. Leo Bauer aus Zürich hält sie als Haustiere!

Gepostet von Blick am Abend am Freitag, 22. Februar 2019
Leo Bauer (24) erklärt im Video, wie es ist, mit Kakerlaken zu leben.

Auf den ersten Blick sieht das Wohnzimmer von Leo Bauer und seiner Familie im Zürcher Seefeld ganz normal aus. Bis man das Terrarium in der Ecke entdeckt. Darin tummeln sich etwa 60 grosse Kakerlaken, die der angehende Lehrer als Haustiere hält.

Kakerlaken zum Geburtstag

«Ursprünglich habe ich meinem Bruder ein paar Kakerlaken auf seinen Geburtstag geschenkt», erzählt Leo im Interview mit Blick am Abend. «Ich dachte, das sei ein witziges Geschenk.» Die Tiere hat er aus einer Tierhandlung vor dem sicheren Tod gerettet. Sie wären sonst als Reptilien-Futter geendet.

Die Tiere sind knapp sechs Zentimeter gross. In den letzten Jahren haben sie sich wie wild vermehrt. Es sind nun etwa sechzig Stück. Der Bruder zog vor einiger Zeit aus – mit den Kakerlaken. Weil seine Freundin aber vehement gegen die skurrilen Haustiere war, kamen sie zu Leo zurück, der sich seither um sie kümmert.

Leo Bauer (24) und seine Kakerlaken.

«Mich interessiert besonders der biologische Aspekt. Ich schaue ihnen gerne zu und beobachte, was sie tun», erklärt der 24-Jährige. Namen hat er den Tieren aber keine gegeben. «So emotional bin ich dann doch nicht an sie gebunden.»

Wildes Gekreische

Wenn Besuch da ist, holt Leo die Kakerlaken manchmal hervor. «Meist bricht dann wildes Gekreische aus», erzählt er. «Ich gab einem Freund mal eine in die Hand. Er hat sich so erschrocken, dass er sie gleich hoch in die Luft warf.» Nach ein bisschen Kennenlernzeit, würden aber einige die Angst verlieren und sich sogar trauen, die Schaben anzufasssen.

Unsere Video-Journalistin Stephanie Felder traute sich nicht, die Tiere anzufasssen. Sie blieb lieber hinter der Kamera.

Doch nicht alle reagieren positiv auf die Riesen-Tierchen. «Es gibt auch Menschen, die extrem angewidert davon sind», so Leo. Seine Eltern seien anfangs auch überhaupt nicht begeistert gewesen. Mittlerweile interessieren sie sich aber immer mehr dafür. «Meinen Vater erwische ich ab und zu vor dem Gehege, wie er die Tiere beobachtet.»

Gefüttert werden die Schaben mit Küchenabfällen. Wenn eine stirbt, beerdigt Leo sie in Blumentöpfen. «So kann aus ihnen wieder eine Pflanze wachsen. Ein ehrenvoller Tod», wie er sagt.

Bettina hat Journalismus studiert und leitet seit einem Jahr das Online-Team von Blick am Abend. Sie liebt Tiere, Literatur und TV-Serien.

Send this to a friend