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Netflix-Tipp: «Das Verschwinden von Madeline McCann»

Madeline McCann verschwand 2007 in Portugal und ist seither wohl das meistgesuchte Kind der Welt. Netflix hat eine Dokumentation über den berühmten Fall veröffentlicht – und Madelines Eltern sind gar nicht happy.

2007 verbrachte die Familie McCann mit befreundeten Paaren einen Urlaub in Praia da Luz, Portugal. Am Abend vom 3. Mai gingen die Erwachsenen gemeinsam im Restaurant in ihrer Ferienanlage essen, regelmässig kontrollierte eine Person der Gruppe die in den Apartments schlafenenden Kinder.

Um 22:00 Uhr entdeckte Kate McCann, Madelines Mutter, dass ihre Tochter nicht mehr in ihrem Bettchen lag. Seither fehlt von Madeline jede Spur. Während einige glauben, dass Madeline entführt wurde, sind andere fest überzeugt, dass ihre eigenen Eltern Madeline versehentlich getötet und ihren Körper versteckt haben.

Netflix hat nun eine Serie à acht Episoden veröffentlicht, die sich mit dem Fall befasst. Während sich Tausende auf eine gute Crime-Serie freuten, ist der Fall für die Familie McCann immer noch bittere Realität und überhaupt nichts Unterhaltendes.

Eltern distanzieren sich von der Serie

Die Eltern von Madeline haben sich sogar öffentlich gegen die Serie gestellt. Auf ihrer Website «findmadeline.com» haben sie am 6. März dieses Statement online geschaltet:

«Es ist uns bewusst, dass Netflix eine Dokumentation über Madelines Verschwinden plant. Die Produktion hat uns erzählt, dass sie eine Dokumentation machen und uns gefragt, ob wir daran teilhaben wollen. Wir sahen und sehen nicht ein, wie dieses Programm der Suche nach Madeline helfen sollte. Es könnte sogar die laufenden Ermittlungen der Polizei stören. Folglich sind unsere Ansichten und Präferenzen im Programm nicht reflektiert. Wir werden keine weiteren Statements oder Interviews bezüglich dieses Programms geben.»

Die Abneigung der Eltern ist für viele wiederum ein weiterer Beweis ihrer Schuld am Verschwinden ihrer Tochter. Was mit Madeline passiert ist, kann die Serie leider auch nicht aufdecken. Der detaillierte Einblick in einen der grössten Vermisstenfälle aller Zeiten ist aber trotzdem hoch spannend.

Direkt aus dem Social-Media-Team macht Joëlle den fliessenden Wechsel in die Welt der Schreiberlinge. Sie mag Bücher, Memes und Blobfische.

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