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Netflix wird wegen «Bandersnatch» auf 25 Millionen Dollar verklagt

Der erste Film von Netflix, bei dem die Zuschauer den Verlauf der Geschichte beeinflussen können, stiess bei vielen auf Begeisterung. Doch wegen eines Lizenz-Streits könnte Netflix jetzt eine saftige Busse kassieren.

Choosesco, ein englischer Verlag für Kinderbücher, behauptet, Urheber des Marketing-Satzes «Choose Your Own Adventure» zu sein und verklagt Netflix wegen Lizenzverletzung auf 25 Millionen Dollar.

Choosesco ist bekannt für ihre «Choose Your Own Adventure»-Bücherreihe. Ähnlich wie im neuen Netflix-Streifen «Bandersnatch» kann der Leser darin durch seine Entscheidungen das Ende des Buches beeinflussen, bzw. zwischen verschiedenen Enden wählen.

Der Verlag ist zwar nicht der einzige, der mit dieser interaktiven Methode arbeitet, doch Choosesco haben sich die Rechte für den Satz «Choose Your Own Adventure» gesichert. Netflix versuchte seit 2016, eine Lizenz für die Verwendung dieses Satzes zu bekommen, doch der Verlag lehnte ab.

CHOOSESCO LLC

Netflix entschied sich, das Risiko einzugehen und der Satz «Choose Your Own Adventure» wurde trotzdem für die Vermarktung des Films «Bandersnatch» verwendet. Choosesco wirft Netlix nun vor, die grosse Beliebtheit ihrer Bücher und die damit verbundene Nostalgie als Marketing für den Film missbraucht zu haben. Zudem fürchtet der Verlag jetzt um das Image seiner Buchreihe, da «Bandersnatch» ein düsterer und verstörender Film sei.

Choosesco klagt auf einen Schadenersatz von 25 Millionen Dollar wegen «Markenverletzung, unfairem Wettbewerb und falscher Bezeichnung der Herkunft», das berichtet der «Digital Spy». Netflix hat sich zur Klage bisher noch nicht geäussert.

Netflix wird nicht zum ersten Mal verklagt

Schon bei der Serie «Chilling Adventures of Sabrina» hatte Netflix Probleme mit Lizenzen. «The Satanic Temple» störte sich an einer Statue, die in 4 Episoden gezeigt wurde, die gleich aussah, wie der Dämon «Baphomet».

Sie klagten auf 50 Millionen Dollar, die zwei Parteien haben sich inzwischen aussergerichtlich geeinigt – auf welchen Betrag ist nicht bekannt.

Direkt aus dem Social-Media-Team macht Joëlle den fliessenden Wechsel in die Welt der Schreiberlinge. Sie mag Bücher, Memes und Blobfische.

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