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Geschichten aus vergangener Zeit

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Yaël Meier (18) aus Zürich. play
Yaël Meier (18) aus Zürich.

Bei einem Glas Wein lerne ich oft die interessantesten Leute kennen. Gestern war es eine Vorreiterin der Zürcher Partykultur, mit der ein Freund und ich an einem antiken Holztisch über vergangene Zeiten plauderten. Sie erzählte uns abenteuerliche Geschichten über illegale Zusammenkünfte der Zürcher Jugend, zu einer Zeit, in der es noch Tanzverbote an Feiertagen gab. Ihre Erzählungen über junge Leute in ausgefallenen Kleidern, die voller Lebensenergie für ihre Rechte kämpften, liessen uns nostalgisch werden. Handys gab es noch nicht. Organisiert wurde die Underground-Szene durch getarnte Einladungen, die man sich auf der Strasse beim Vorbeigehen in die Hand drückte. In der Nacht feierten alle so lange, bis die Polizei den geheimen Standort ausfindig gemacht hat und die Party aufzulösen versuchte, was ihr aber nur schwer gelang.

Auch der Film «Züri brännt» zeugt vom Jugendgefühl in den Achtzigern. Als wäre es gestern passiert, berichtete uns die Frau, wie es zu den Aufständen damals kam. Mit Demonstrationen, die sogar in Strassenschlachten endeten, kämpften die Jungen für ein eigenes Kulturzentrum in der Roten Fabrik. Die beschriebenen Szenen klingen aufregend. Wir, die bei diesem Umschwung nicht mitgewirkt haben, hoffen sehnsüchtig darauf, auch mal Teil einer solchen Bewegung zu sein. Andererseits können wir uns auch glücklich schätzen, dass die damalige Jugend sich für ihre und jede folgende eingesetzt hat. Es beweist, dass man nicht alt sein muss, um etwas Grosses zu bewirken.

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