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Kinokritik zu «Skyscraper»: Höhenflug für Tiefflieger

In «Skyscarper» will Action-Star Dwayne Johnson hoch hinaus. Sie findet den Film ziemlich banal, und er hätte lieber weniger oft gelacht.

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Johnson klettert mit Klebeband das Haus hinauf. play
Johnson klettert mit Klebeband das Haus hinauf. UNIVERSAL PICTURES

Kinoexperte Lukas Ruettimann sagt:

The Rock? Den fand ich immer cool. Vielleicht nicht der grösste Schauspieler unter der Sonne, aber als charismatischer Muskelberg nicht ohne Charme ein echtes Upgrade zu den eindimensionalen ­Actionstars von früher. Was ich jedoch immer schade fand: Er spielt zu oft Figuren, die sich nicht ernst nehmen – oder in Filmen, die das nicht tun. «Jumanji», «Baywatch», «Rampage»: Was ihm zuletzt fehlte, war eine Hauptrolle in einem Reisser à la «Die Hard».

Das hat er sich offenbar auch selbst gedacht. Et voilà: In «Skyscraper» gibt Johnson den Bruce Willis der Neuzeit. Blutüberströmt, verbrannt und sogar handicapiert kämpft der Action-Superstar um das Leben seiner Familie, die in einem High-End-Hochhaus in Hongkong von Feuer und Schurken umgeben ist. Das funktioniert in der ersten Hälfte sehr gut, doch dann wirds ­leider erneut lustig. Diesmal allerdings ungewollt: Was sich die Macher an Over the Top- Action, hanebüchenen Zufällen und himmelhochjauchzend dämlichen Wendungen einfallen lassen, ist schon erstaunlich. Ein Katastrophenfilm für geistige Total-Tiefflieger – wer diesen Unsinn für voll nehmen kann, hat echt Nerven. Nein, ­meine Herren, dann doch lieber das 70er-Jahre-Vorbild «The Towering Inferno». Bei diesem Klassiker biss man sich vor lauter Spannung die Fingernägel ab – bei «Skyscraper» höchstens vor lauter Lachen in die eigene Hand.

Lifestyle-Praktikantin Cara Fried sagt:

Man nehme einen brennenden futuristischen Riesen-Wolkenkratzer, gebe eine Horde Böser, drei bemitleidenswerte Geiseln und einen heroischen ehemaligen FBI-Agenten mit Beinprothese hinzu und verfeinere das Ganze mit meterweise Klebeband. Viel banaler – und dämlicher – als diese Hommage an die beiden Action-Klassiker «Die Hard» und «The Towering Inferno» gehts nicht.

Gemeinsam mit den zahlreichen Schaulustigen im Film fiebert man zu Beginn noch bei Will Sawyers gewagter Rettungsaktion im lodernden Flammeninferno mit. Aber je mehr Tesafilm «The Rock» sich um seine Hände wickelt, um wie ein hilfloser Spiderman der Glasfassade des Gebäudes entlangzukraxeln, desto schlechter wird der Film. Nachdem ich von Dwayne Johnsons gelungenem «Jumanji»-Remake durchaus positiv überrascht war, hatte ich für den neuen Streifen des Muskelprotzes zumindest ein bisschen Hoffnung. Rawson Marshall Thurbers Actionspektakel überzeugt aber weder mit spannenden Charakteren, noch mit einer originellen Story oder humorvollen Dialogen. Richtig lachen musste ich im Kino eigentlich nur ein Mal: als die ohnehin äusserst seichte Geschichte am Ende eine so sagenhaft bescheuerte Wendung nimmt, dass dem Film zu dem Zeitpunkt leider mit nichts mehr geholfen werden kann – nicht einmal mit einer grossen Rolle Klebeband.

 

«Skyscraper»

Abstract: Will Sawyer, Kriegsveteran und Einsatzleiter, zieht mit seiner Frau Sarah und den Kindern Henry und Georgia aus den USA nach China. Es lockte eine neue berufliche Herausforderung: Sawyer wird Sicherheitschef im The Pearl, dem höchsten Wolkenkratzer der Welt. Das Hochhaus eines Tycoons hat nicht weniger als 240 Stockwerke. Dieser Gigantismus wird zum Problem, als in der 96. Etage Feuer ausbricht.

Länge: 102 Min.

Land: USA

Besetzung: Dwayne The Rock Johnson, Neve Campbell

Regie: Rawson Marshall Thurber

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