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Kinokritik zu «Smallfoot – Ein eisigartiges Abenteuer»: Planet der Yetis

In «Small­-foot – Ein eisigartiges Abenteuer» sieht man die Welt aus der Sicht der Yetis. Sie geniesst den Perspektiven­wechsel – er muss an andere Filmtiere denken.

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Kinoexperte Lukas Ruettimann sagt:

Liebe Kinder, bitte kurz weghören, respektive beim nächsten Satz einfach die Augen schliessen. Denn unter uns Erwachsenen darf man sich schon fragen, welche Art von Drogen sich die Macher von ­Animationsfilmen in Hollywood manchmal reinpfeifen. In «Smallfoot» etwa werden einem gleich zu Beginn derart abstruse Ausführungen zum Yeti-Alltag auf­getischt, dass der Verdacht auf ­Autoren im Totalrausch naheliegt.

Wobei genau das der sprin­gende Punkt ist: Es geht in «Smallfoot» – ­neben dem üblichen Animationsspass mit herzigen Tieren und geträllerten Dialogen – um Wahrheit und (Selbst-)Täuschung, ums Hinterfragen von scheinbar unumstösslichen Lehren. In Zeiten von Fake News und alternativen Fakten könnte das aktueller kaum sein.

Zudem enthüllt der Film mit zunehmender ­Dauer, woher er seine Inspiration hat: Wer bei der düsteren Beichte des ­spirituellen Yeti-Oberhaupts nicht an Orang-Utan-Professor Zaius aus dem Original von «Planet of the Apes» denken muss, kennt den Klassiker nicht. Mit ­Drogen hat das alles ­jedenfalls wenig zu tun. Die könnten eher noch bei den ge­lungenen Slapstick-Einlagen im Spiel gewesen sein: Wenn Jung-­Yeti Migo verzweifelt zwischen Felsen balanciert, lassen Road Runner und Wile E. Coyote ­grüssen. Da dürfen dann auch Kinder ihre Augen wieder aufmachen – und von ganzem Herzen strahlen.

Lifestyle Redaktorin Vanessa Büchel sagt:

Bei «Smallfoot» wird der Yeti mal anders dargestellt. Die ungewohnte Perspektive, die Geschichte aus der Sicht des sonst so gefürchteten Monsters zu erzählen, ­gefällt mir. Denn im Animationsfilm fürchten sich nicht nur die Menschen vor den Yetis – sondern auch umgekehrt haben die Yetis Angst vor den sogenannten Smallfoots. Und das alles in einem Rahmen, der zur aktuellen Zeit passt. Denn den Bewohnern des Yeti-Dorfs oberhalb der Wolkengrenze wird vorgegeben, dass es ausser ihrem Berg nichts gibt und am Fusse des Felsens nichts existiert. Solange das niemand in Frage stellt, geht das gut. Doch als Migo (Channing Tatum) auf einen Menschen trifft und sich auf Entdeckungstour begibt, wird das Weltbild der Yetis plötzlich ­gesprengt – und nichts ist mehr wie davor. In einer Zeit, in der es nur so von Falschmeldungen wimmelt und uns vieles einfach vorgegaukelt wird, trifft dieser Kinderfilm ins Schwarze.

Ein Animationsfilm, der erwachsene Zuschauer zum Nach­denken anregt und bildtechnisch überzeugt. Im Mittelpunkt stehen Freundschaft, die Suche nach der Wahrheit und der Wunsch danach, immer das Richtige zu tun. Ausserdem ist «Smallfoot» musikalisch gesehen stark. Der Soundtrack, der von den Figuren im ganz grossen Rahmen performt wird, ist ein weiterer ­Pluspunkt. Nicht nur was für die Kleinen, auch für die Grossen ein tolles Filmerlebnis.

Action:

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