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Kinokritik zu «The Predator»: Zu viel Humor, zu wenig Hirn

«The Predator» will mit viel schwarzem Humor einen Klassiker wiederbeleben. Ihr bleibt das Lachen im Hals stecken, er hätte lieber mehr Hirn gehabt.

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Kinoexperte Lukas Ruettimann sagt:

Bei Filmmonstern ist es wie auf Tinder: Du brauchst einen guten Look und einen starken Charakter. Der Predator hatte beides. Als Sportler unter den Alien-Kopien machte ihn speziell seine Menschlichkeit (Tobsuchtsanfälle, Schadenfreude, Bad Hair Days) zum Star von 1987. Seither will sich seine Fangemeinde partout nicht damit abfinden, dass es vorbei sein soll.

Ich zähle mich dazu. Doch mit Ausnahme des unterschätzten 90er-Sequels mit Danny Glover waren Predator-­Filme ein Missmatch. Das Reboot von 2010 war okay, aber über die «Alien vs. Predator»-Franchise legen wir lieber das Mäntelchen des Schweigens. Nun also der Versuch von Shane Black, der «The Predator» (deutsch «Predator – Upgrade») mit seinem typisch schwarzen Humor neues Leben einhauchen will. Das wäre eine gute Idee, hatte doch schon das Original denkwürdig lustige Szenen. Auch der konsequente B-Movie-­Approach erinnert in ­Sachen Machart, Gewalt und Tonalität an Arnie 1987. Doch statt blut­triefender Gedärme und fauler Gags hätte ich lieber mehr Hirn gehabt. Brutal und lustig zu sein, das reicht nicht für einen Film, der sonst vor Dämlichkeit strotzt. Schade. Auch deshalb, weil ich überzeugt bin, dass in der Predator­-Franchise nach wie vor ein richtig grosses Werk steckt. Ein echtes Upgrade, wie James Camerons ­«Aliens». Für so was wäre ich Feuer und Flamme – bei diesem Film ­swipe ich leider einfach links rüber.

Redaktorin Vanessa Büchel sagt:

Bereits in den ersten fünf Minuten werde ich daran erinnert, warum ich mich für gewöhnlich von Alien-Thrillern fernhalte: Auf halbierte Menschen, die Gedärme verlieren, verzichte ich gern. Predators sind für mich aber ein Stück Kindheit: Ich erinnere mich, wie mein Papi Arnold Schwarzenegger im Kampf gegen diese komischen Wesen aus dem All anfeuerte. Und ich als Mädchen – zwar etwas verstört, aber beeindruckt – mitfieberte.

Muskelprotz Arni gibt es in der gefühlt 100. Neuauflage des Klas­sikers von 1987 zwar nicht, dafür aber eine chaotische Gruppe an ­Ex-Soldaten, die angeführt von Quinn McKenna (Boyd Holbrook) die letzte Hoffnung der Menschheit ist. Der Predator ist gewachsen: Mit der DNA von anderen Spezies haben sie sich genetisch aufgerüstet. Und obwohl der Ausserirdische angsteinflössender und realistischer geworden ist, gelingt es Shane Blacks Werk nicht so ganz, einen Volltreffer zu landen. Aufgrund des kläglichen Versuchs, mit idiotischen Charakteren ­Humor in den Sci-Fi-Film einzubauen, gerät der Predator in den Hintergrund – und verliert seinen unheimlichen Glanz.

Mehr oder weniger gruselig ist der Streifen für leicht Schreckhafte dennoch, und obwohl der Wechsel zwischen witzig und mysteriös nicht ganz gelingt, gibt es ab und zu urkomische Szenen. Ohne Action­star Schwarzenegger zwar kein Vergleich zum Original, für Alien-Fans aber dennoch sehenswert.

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