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Kolumne «20 something»: Aus dem Tagebuch einer Handysüchtigen

Bettina Widmer (26) wohnt in Zürich und schreibt alle zwei Wochen darüber, was die 20- bis 29-Jährigen bewegt.

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Bettina Widmer (26) wohnt in Zürich und schreibt alle zwei Wochen darüber, was die 20- bis 29-Jährigen bewegt.

Verbringen wir zu viel Zeit am Handy? Die Antwort auf diese Frage ist wohl ganz klar ja. Studien zeigen, dass wir im Schnitt über drei Stunden am Tag mit dem Gesicht an unseren Smartphones kleben. Auf dem iPhone kann man mittlerweile die genaue Anzahl sehen. In der letzten Woche waren es bei mir fast zwanzig Stunden. Neun davon auf Social Media.

Unser Gehirn ist pausenlos dabei, Informationen aufzusaugen. Sobald wir eine Minute Zeit haben, holen wir das Handy hervor und starren auf den Bildschirm. Doch es geht noch schlimmer: Ein Bildschirm reicht mir oftmals nicht. Wenn ich Netflix auf dem Fernseher schaue, bin ich parallel dazu an meinem Handy. Mir könnte sonst ja langweilig werden! In Realität hält es mich aber vielmehr davon ab, etwas Sinnvolles zu tun. Wie zum Beispiel früh schlafen zu gehen.

Ich liege im Pyjama im Bett und scrolle durch Instagram, bis die Meldung «Du hast alle neuen Beiträge der letzten zwei Tage gesehen» erscheint, was übersetzt heisst: «Such dir ein Hobby, du Loser!» Also wechsle ich zu Facebook, um ein Video zu Ende zu schauen, das ich gespeichert habe. Kaum ist es vorbei, erscheint schon ein neues, das ich natürlich auch unbedingt sehen muss. Danach muss ich nochmals Instagram checken. Vielleicht hat ja jemand in den letzten Minuten doch noch einen neuen Beitrag hinzugefügt.

Plötzlich ist es schon nach Mitternacht, und ich realisiere, wie viel Zeit ich gerade auf Social Media verschwendet habe, oder anders ausgedrückt damit, überhaupt nichts zu tun. Ich reisse mich zusammen, lege das Handy weg und schalte das Licht aus. Kurz vor dem Einschlafen fällt mir ein, dass ich vergessen habe, den Wecker zu stellen. Ich hole mein Handy wieder hervor – öffne Instagram … und der Rest ist Geschichte.

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