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«Wie ein Theaterstück, wo jeder, ausser mir einen Script hat»: So ist das Leben als Autist wirklich

Autismus ist eine psychische Erkrankung, die sich im sozialen Umgang, sprachlichen und der nonverbalen Kommunikation sowie eingeschränkten Verhaltensweisen äussert. Auf AskReddit erzählen Betroffene, wie ihr Alltag mit der Krankheit aussieht.

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Ein autistisches Kind in seiner Welt. play
Ein autistisches Kind in seiner Welt. Getty Images

1. «Ich fühle mich wie ein Teil eines Theaterstücks, wo jeder, ausser mir, einen Script hat.»

2. «Ich gehe zur Schule und es scheint so zu sein, dass die meisten Leute auf der einen Buchseite sind und ich in einem anderen Buch.»

3. «Ich denke, ich bin eigentlich sozial kompetent, aber es braucht einfach so viel Aufwand. Ich muss jeden einzelnen Schritt durchdenken und fühle mich danach erdrückt. Ich muss mich auf Interaktionen vorbereiten und ich hasse Smalltalk. Ich fühle mich ausserdem unglaublich unwohl, wenn Menschen mich berühren, zu nahe oder hinter mir stehen.»

4. «Ich habe Schwierigkeiten damit, den Menschen zu erklären, dass ich mich wirklich in Dinge reinsteigere, für die ich mich interessiere. Besondere Interessen sind für mich auf einem ganz anderen Level als für normale Menschen.»

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Getty Images

5. «Kennst du diesen Moment, wenn du etwas Dummes sagt und alle dich anschauen, als ob dir ein zweiter Kopf gewachsen ist. So fühlt es sich jedes Mal an, wenn man mit jemandem spricht.»

6. «Stell dir vor, du triffst jemanden zum ersten Mal und er sagt dir einfach so: ‹Ich wurde als Kind sexuell belästigt und das fühlt sich wie die Ente im kalten Wasser an›. Du hast dann einen Angst-Mix aus ‹Verdammte Scheisse, was sage ich jetzt?› und ‹Moment, wie hat er das eigentlich genau gemeint?› Und dieses Gefühl kommt bei fast jeder Unterhaltung mit fast jedem Menschen auf.»

7. «Ich habe grosse Mühe, jemanden auf seinen Fehler hinzuweisen. Ich lasse die Menschen, mich mit falschem Namen ansprechen oder wechsle das Thema bei einer Unterhaltung. Denn der Gedanke, jemanden wegen eines Fehlers schlecht fühlen zu lassen, ist inakzeptabel. Als ich Teenager war, wars schlimmer. Einmal bin ich vor der Tür meines Lehrers fast erfroren, als ich drei Minuten gewartet habe, weil das Klopfen ihn bei etwas unterbrochen hätte. Obwohl ich ihn sehen musste und er auf mich gewartet hat - ich hätte ihn gestört und es wäre mein Fehler gewesen. Ich bin froh, dass es heute nicht mehr so schlimm ist.»

8. «Es fühlt sich richtig einsam an. Man will verzweifelt rausgehen und mit anderen Leuten zusammensein, aber gleichzeitig hat man keine Ahnung, wie man mit den Menschen interagieren soll. Man wird von jeder Konversation ausgeschlossen. Die Vorteile sind, dass man sich gut auf Sachen konzentrieren kann. Auch flippt man in einer Notlage nicht aus, weil die Emotionen nicht hochkommen.»

9. «Veränderungen können so hart sein. Als ich jünger war, habe ich es gehasst, wenn meine Eltern das Wohnzimmer umdekoriert hatten. Es hat Wochen gedauert, mich daran zu gewöhnen und das als das neue Normal zu akzeptieren.

 

Weitere Antworten findest du auf Reddit.

 

Und hier erfährst du, was für Depressive das Schlimmste an ihrer Krankheit ist.

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