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Astronauten-Assistent Cimon kann sehen, hören, und sprechen: Ein fliegendes Gehirn für die ISS

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Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt hat den intelligenten Astronauten-Assistenten Cimon und dessen anstehenden Einsatz am Donnerstag in Bonn etwas näher vorgestellt.

Dieser ballähnliche Gegenstand mit Monitor soll demnächst auf der Internationalen Raumstation ISS zum Einsatz kommen.

Das Teil heisst Cimon und hat jede Menge künstliche Intelligenz unter der Plastikverkleidung.

Nach Angaben des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) ist Cimon der weltweit erste fliegende und autonom agierende Astronauten-Assistent mit einer Künstlichen Intelligenz. Die sprachgesteuerte Kugel mit einem Durchmesser von 32 Zentimetern kann sehen, hören, und sprechen - ganz wie ein fliegendes Gehirn. Dafür sorgen Sensoren, Kameras und ein Sprachprozessor.

Auf der ISS soll Cimon dem ESA-Astronauten Alexander Gerst helfen, Experimente durchzuführen, sagt Projektleiter Christian Karrasch:

«Cimon und Alexander Gerst kann man als Team verstehen, also beide arbeiten zusammen an gewissen Aufgaben, und die Künstliche Intelligenz kann ihn dabei unterstützen, gewisse Prozeduren sehr schnell zu finden, weil er die Hände frei hat, kann er per Sprache quasi auf das ganze Wissen zugreifen, und das ist eine unglaubliche Erleichterung. Wenn man sich vorstellt, in Schwerelosigkeit rumzuschweben und dann beide Hände zum Arbeiten frei zu haben, ist ein sehr, sehr grosser Vorteil, wenn man kein Tablet oder Computer bedienen muss.»

Cimon wurde vom Raumfahrtmanagement des DLR entwickelt und von Airbus in Friedrichshafen gebaut. Er soll am 29. Juni vom Kennedy Space Center aus Florida in den USA, starten, um an Bord des amerikanischen Space-X-Raumtransporters zur ISS zu reisen. Dort soll er auch als fliegende Kamera genutzt werden.

«Also das Wissen wird tatsächlich vom Boden aus eingekoppelt in Cimon, also die Künstliche Intelligenz von IBM-Watson befindet sich auf der Erde und wird quasi in Echtzeit eingespielt. Das System Watson wurde speziell trainiert, mit dem Wissen der Internationalen Raumstation, der Umgebung, also er kennt die Karte quasi, er weiss, wo er sich absolut befindet, und er kennt auch die einzelnen Experimente und Hintergrundinformationen. Und er erkennt vor allem Alexander Gerst, sein Gesicht und seine Stimme, und die Künstliche Intelligenz wurde aufwendig vorher trainiert.»

Sollte alles gut laufen, dann steht Cimon wohl eine grosse Zukunft bevor. Auch auf Reisen zum Mond oder zum Mars könnte er den Astronauten wertvolle Dienste leisten.

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