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Das WG-Leben ist definitiv nichts für jeden

Yaël Meier ist 17 Jahre alt und wohnt in Zürich. Sie schreibt wöchentlich über das, was die Schweizer Jugend bewegt.

Ach, das WG-Leben. Die einen lieben es, die anderen können sich nicht vorstellen, ihr Zuhause mit Mitbewohnern zu teilen. Ich wohne nun seit einiger Zeit in einer WG und kann sagen, dass es mir noch immer nicht verleidet ist. Natürlich lernt man auch die schlechten Seiten des Zusammenlebens kennen. Die Gruselgeschichten von ungewaschenem Geschirr, eskalierenden Nächten an Wochentagen und schrecklichen Mitbewohnern sind teilweise wahr. Aber sie haben mir die Freude am Leben unter Freunden noch nicht kaputt gemacht.

Nach Hause zu kommen und jemandem von seinem Tag erzählen zu können, ist ein grosser Vorteil gegenüber dem Alleinwohnen. Andererseits ist es manchmal schön, einfach seine Ruhe zu haben. Gemeinsame Kochabende und Panikmomente, wenn die gesamte Küche beinahe Feuer fängt, machen ein richtiges WG-Leben aus.

Damit das Ganze gut funktioniert, spielt auch eine Portion Glück mit. Es gibt Kollegengrüppchen, die sich total darauf freuen, endlich zusammen auszuziehen, und dann merken sie, dass es doch nicht wirklich klappt. Andere WGs werden wild zusammengewürfelt, sind anfangs eher Zweckgemeinschaften. Dann stellt sich aber heraus, dass die Zusammenstellung perfekt harmoniert.

Um der perfekte WG-Mitbewohner zu sein, muss man vor allem wollen, dass das Zusammenleben funktioniert. Wegen Kleinigkeiten sollte niemand ein zu grosses Drama machen, ganz zu locker darf man aber auch nicht drauf sein. Die perfekte Mischung eben.

Mir gefällts.

Yaël liebt neben dem Schreiben alles, was ihre Kreativität auf Trab bringt. Kunst, Musik, Fotografie und die Schauspielerei gehören zu ihren Leidenschaften.

In einer wöchentlichen Kolumne beschäftigt sie sich mit aktuellen Themen, die die Schweizer Jugend beschäftigen.

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