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Gespräche über das Leben und das Glücklichsein

Yaël Meier ist 18 Jahre alt und wohnt in Zürich. Sie schreibt wöchentlich über das, was die Schweizer Jugend bewegt.

Yaël Meier (18)

Als ich mich kürzlich mit zwei Freunden auf einen Kaffee traf, wurde unser Gespräch mit einem Mal ziemlich tiefgründig. Vier Stunden lang sassen wir zusammen an der Seine in Paris und philosophierten über das Leben.

Es war ein warmer Tag, die Abreise zurück nach Zürich stand kurz bevor, was uns in nostalgische Stimmung versetzte. Wir sprachen übers Glücklichwerden, das Erfolgreichsein und unsere Ziele im Leben. Über den Sinn der Religion und ob es ein Leben nach dem Tod gibt. Solche Deeptalks sind immer die interessantesten Gespräche. Meistens hat man sie während einem Gläschen Wein, wenn der eigene Mitteilungsdrang steigt, die Hemmungen fallen und man einfach herauslässt, was einem gerade durch den Kopf geht.

Das Gespräch mit meinen Freunden, die zwei der interessantesten Menschen sind, die ich kenne, ging mir ziemlich nah. Wir sind alle drei Leute, die viel über die Welt nachdenken und in vielerlei Hinsicht zu ähnlichen Schlüssen kommen. Noch Tage danach sinniere ich über das Besprochene.

Eines der Themen handelte vom Glücklichsein und dem Drang, immer erfolgreicher zu werden, der in der heutigen Zeit in vielen Leuten steckt. Wir sehen täglich, was andere Menschen haben und wünschen uns das Gleiche. Wenn aber gewisse Ziele erreicht sind, rücken bereits die nächsten in unser Blickfeld. Wir sind nie zufrieden mit dem, was wir in einem bestimmten Moment haben. Das heisst doch, dass jene Menschen am glücklichsten sind, die nicht wissen, was sie haben könnten, nicht wahr?

Yaël liebt neben dem Schreiben alles, was ihre Kreativität auf Trab bringt. Kunst, Musik, Fotografie und die Schauspielerei gehören zu ihren Leidenschaften.

In einer wöchentlichen Kolumne beschäftigt sie sich mit aktuellen Themen, die die Schweizer Jugend beschäftigen.

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